Archiv der Kategorie: Schauspielstudierende

Und wir dachten alle, wir müssten im Zelt schlafen…

Es ist wohl an der Zeit, einen völlig unkritischen Blog zu verfassen. Kritisch im negativen Sinne, nein! Kritisch im positiven Sinne, ja! Wir, acht  Schauspielstudenten der „Schauspielschule Stuttgart“, durften zehn Tage Theater der verschiedensten Bühnen des Landes Baden-Württemberg genießen. Nicht nur, dass wir täglich bis zu drei Inszenierungen schauen durften. Täglich gab es für uns ein spezielles Rahmenprogramm.
Ob ein Treffen mit Knut Weber (Schauspieldirektor des Badischen Staatstheaters), Ingoh Brux (Stellvertretender Schauspieldirektor Nationaltheater Mannheim), Josef Mackert (Chefdramaturg am Theater Freiburg) oder ein Gespräch mit dem Staatsschauspieler Sebastian Kreutz. All diese Persönlichkeiten, denen wir im Laufe dieses Festivals begegnen durften, hatten eines gemeinsam: Sie begegneten uns mit einer Offenheit und einem Interesse, welches wir in keiner Weise erwartet hatten. Sie berichteten aus ihren eigenen Erfahrungen, ermutigten uns und ließen viel Raum für Fragen unsererseits. Wir erhielten so einen Einblick in die „Welt des Theaters“ aus einer ganz praxisnahen Sicht. Weiterlesen

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Eine weitere Sichtweise auf „Anne und Zef“

Kinder- und Jugendtheater vom Schnawwl, Nationaltheater Mannheim

Die Beschreibung des Stücks klingt sehr interessant. Die Kombination der Schicksale Anne Franks und des Albaners Zef, der das Gesetz der Blutrache zu spüren bekommt, gelingt durch eine Begegnung im Jenseits. Diese Schnittstelle etabliert einen Raum, in dem Anne und Zef ihre Geschichten erzählen, sich einander zuhören, trösten und sich schließlich ineinander verlieben. Weiterlesen

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Die Stunde da wir nichts voneinander wussten.

Eine große Bildfläche, wo der Zuschauer selbst denken muss.
Für mich war der Theaterabend, vom Badischen Staatstheater Karlsruhe, seit langer Zeit mal wieder, ein echtes Highlight. Ich habe viele absurde Bildabfolgen gesehen, die teils so trivial waren, dass ich in der Einfachheit wieder Geniales entdeckt habe.
Die Idee, Menschen in ihrer Trivialität zu zeigen, ist mit das Schönste und das Komplexeste, was man auf einer Bühne machen kann. Für mich als Schauspielstudentin war der Abend eine große Spielwiese, wo ich sofort mit prügeln, mit Federballspielen, mit tanzen oder mit klettern wollte!

von Henrike Hahn

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Eine kleine Liebeserklärung…

an das Kinder- und Jugendtheater!

Bisher habe ich noch nicht besonders viele Kinder- und Jugendtheaterstücke gesehen. Während der letzten Festivaltage hat sich das schlagartig geändert. Und ich muss schon zugeben, dass ich mich ein bisschen in dieses Genre verliebt habe. Weiterlesen

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Schauspielstudierende: Ausstellungsbesuch CAR CULTURE

CAR CULTURE stand gestern auf dem Programm. Ein Teil meiner Klasse war im ZKM und hat sich die Ausstellung angesehen. Mensch, das war interessant! Die abgefahrensten Autos verbogen, gequetscht und gestapelt, bemalt und mit Federn versehen und viele andere Abwandlungen; eben eine ganz eigene „Autokultur“. Weiterlesen

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Late Night: Das Hula-Mädchen-Trio

Nach dem Horváth-Stück gab es eine Late Night, die so richtig unterhaltsam war. Timo Tank brillierte und zeigte sich von einer sehr komödiantischen Seite.

Ich finde es schön, dass das Theater auch solche kleinen „Einlagen“ inszeniert, um über die Vorstellungen hinaus noch weitere Theaterformen anzubieten. Dazu gehört zum Beispiel auch die Nachstellung einer Gerichtsverhandlung, wie sie am 3. Juli gezeigt wurde. Es gibt viele Möglichkeiten wie das Theater unterhalten kann oder wesentliche Aspekte der Realität hinterfragt und reflektiert. Vielen Dank noch einmal an die Veranstalter, dass sie für ein tolles Rahmenprogramm sorgen. Danke!

von Maik Rogge

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Der jüngste Tag.

Maik Rogge über die Vorstellung des Landestheaters Tübingen Reutlingen (LTT) „Der jüngste Tag“:

Ein gelungener Abend! Ich habe mich unterhalten gefühlt. Die Schauspieler beherrschten ihr Handwerk. Die „Horváthschen Stillen“ und die darunter liegenden inneren Vorgänge der Figuren, waren sehr präsent. Mir kam es vor wie ein spannender Krimi. Besonders beim zweiten Bild musste ich sofort an den „Tatort“ denken. Weiterlesen

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Das wilde Kind.

„Das wilde Kind“, eine Produktion vom Theater Aalen, handelt von einer wahren Geschichte. Ein verwilderter Junge kommt in die Obhut von einem französischen Pädagogen Jean Itard. Dieser versucht den Jungen zu sozialisieren.
Das Stück von T.C. Boyle wirft Fragen der Erziehung auf. Mich haben die Inszenierung und das Spiel unglaublich berührt. Es war alles schlicht und minimalistisch, und im Vordergrund stand die Geschichte. Inhalt wurde nicht von Form überdeckt, sondern unterstützt. Ein wirklich gelungener Abend!

von Nora Quest Weiterlesen

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Die mich jagen.

Kinder- und Jugendtheater vom Theater Baden-Baden.

Wie ist die erste große Liebe und wie geht sie mit Problemen um? Was bedeutet es ein Außenseiter zu sein und wie wichtig ist die Meinung der Anderen?
Diese Fragen behandeln nicht nur die beiden Jugendlichen Charlotte und Jannik, sondern auch der zurückgezogen lebende, stets aus dem Fenster schauende Rentner Adam. Charlotte ist 17, neu in der Stadt und möchte ihre Jugendlichkeit in vollen Zügen ausleben: „Hier bin ich, Stadt – mach mit mir was du willst!“ Doch schnell wird klar, dass sich hinter der extrovertierten Punkerin, ein Mädchen versteckt, dass nach zahlreichen Schulwechseln und einer verrückten Mutter, endlich einen Menschen kennenlernen möchte, der sie so liebt, wie sie ist. Weiterlesen

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Halbzeit bei den Theatertagen

Mein fünfter Tag in Karlsruhe. Ich bin schon längst infiziert von einem berauschenden Theaterfest. Meine Schauspielkommilitonen und ich haben das Privileg viele interessante und vor allem sympathische Theatermacher kennenlernen zu dürfen.
Entgegen meiner Erwartung, dass es um ein Sehen und Gesehen werden geht (häufiges Klima auf Premierenfeiern), begegnen mir die Menschen erfrischend „normal“ auf Augenhöhe.
Selten habe ich so viele Theatermenschen auf einem Haufen gesehen, und eine so angenehm lockere Stimmung erlebt. Das macht mir, als angehende Schauspielerin, Lust auf mehr.
Ich freue mich auf fünf weitere Tage!
Henrike Hahn

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